Anekdoten aus dem Bildungszentrum

Nein! Hey, nicht zertreten.” Schaff ich gerade noch zu rufen, bevor Darlenis pinker Flipflop die kleine Raupe mit voller Wucht zerquetschen kann. “Das ist ein Tier. Die will ja auch nur leben.” Nichts was sie zu überzeugen scheint. “Die…die wird doch noch zu einem Schmetterling.” Mit dem Wort “Schmetterling” lässt sie von dem Tier ab, rennt in den Kunstraum hinter ihr und kommt sofort mit einer schwarz bemalten und Farben-verklebten Plastikflasche zurück. Das soll wohl das neue Raupenhaus werden. Während sie die Raupe in die dunkle Flasche wirft, fragt sie “Echt ein Schmetterling? Wie lange braucht sie denn,  bis sie ein Schmetterling ist?” “Ich weiss nicht, 2 bis 3 Wochen vielleicht. Aber so wird sie nicht überleben. Sie braucht Essen, Wasser und Sonne. In der dunklen Flasche wird sie schnell mal sterben.” Sie stopft ein paar grüne Blätter zur Raupe hinzu und rennt zum Wasserhahn. “Was machst du?” Die Flaschenöffnung an den Wasserhahn haltend ruft sie “Na du sagst doch sie braucht Wasser.”

(Amelie – Freiwillige aus Österreich)

Hier im Zentrum lerne ich viel mit meinen Betreuern und Betreuerinnen Jassica, Kutxinha, Zito, Suzete, Samir, und Nene. Samir bringt uns französisch bei (Bon jour, merci, etc.) und mit Zito lerne ich fussballspielen. Suzete bringt uns Dinge über den Computer bei. Nene ist der Strengste, er sagt uns immer, dass wir nicht auf die Bäume klettern dürfen. Als ich hier das erste Mal hingekommen bin, gab es nur einen Fussballplatz aus Erde, keinen Kunstrasenplatz, da war kein Kindergarten, es gab keinen Computerraum, aber jetzt haben wir das alles.

Ich mag und bewundere Delta Cultura. Das Zentrum ist der beste Ort den ich jemals gesehen habe.

(Edilene – 11 Jahre alt)

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