Wahlen im Dachverband

Ein weiteres Ereignis, das allerdings nur am Rande zu ‚Delta Culture‘ gehört: Es gibt in Tarrafal das sogenannte LAJUT (Liga do assoçiações juvenil do Tarrafal). Also ein Dachverband aller Jugendvereine Tarrafals. Bei dieser ist nach 4 Jahren der Präsident zurückgetreten. Es folgten ein paar sonntägliche Sitzungen bei denen über die Nachfolge diskutiert wurde. Auch der Bürgermeister war teilweise anwesend. Es gab immer grossen Streit weil dem scheidenden Präsidenten fehlende Abrechnung erhaltener Förderungen nachgesagt wurde und weil die Art und Weise der Wahl des neuen Präsidenten umstritten war. Vergangenen Sonntag sollte dann gewählt werden. Es gab zwei Kandidaten. Allerdings hat Miki, der Präsident der Basketballschule Tarrafal, auch mit meiner Hilfe, diese Wahl verhindert. Es waren kaum Vertreter der verschiedenen Verein anwesend und die Kandidaten haben uns auch nicht gefallen. Vorallem weil sie keine Ideen zum Fortbestand dieses Dachverbands geäussert haben. Unserer Meinung nach hat das LAJUT nämlich nicht als Dachverband sondern immer als eigenständiger Verein agiert. Als ich letztens dort war und eine Liste aller Vereine die im Kulturbereich tätig sind verlangt habe, haben sie mich nur gross angeschaut.

Langer Rede kurzer Sinn: Miki hat jetzt vorübergehend die Leitung des LAJUT übernommen, muss innerhalb der nächsten zwei Wochen eine Wahl organisieren und will selbst kandidieren. Er hat mit dem Bürgermeister darüber geredet und der hat – grosse Ehre – ihm empfohlen sich mit mir zusammen zu tun.

Da ich mir denke, dass das ein erster Schritt in Richtung ‚Präsident von Cabo Verde‘ ist, habe ich natürlich sofort zugestimmt … nein, Blödsinn. Ich habe abgelehnt, weil mir die Zeit fehlt. Sollte Miki die Wahl allerdings gewinnen werde ich eine ‚Beratertätigkeit‘ einnehmen und dann das LAJUT so gestalten, dass alle Gelder zu ‚Delta Culture‘ fliessen und dort in ein Grundstück mit Meerblick umgewandelt werden.

Und ganz ernsthaft: es kann nicht schaden wenn ich mich dort etwas engagiere. Erstens weil ich sowieso finde, dass die Vereintätigkeiten hier forciert werden sollten. Viel mehr als in Europa sind sie meist viel effizienter und arbeiten viel mehr für die Bevölkerung als die Gemeinde …

Zweitens ist unser geplantes ‚Kinder- und Jugendzentrum Tarrafal‘ ja als Plattform gedacht. Je mehr wir also mit anderen Vereinen zusammenarbeiten je besser wird das Zentrum genutzt und damit leichter finanziert werden können.

In diesem Sinne beende ich diesen Monatsbericht und wünsche allen LeserInnen einen erholsamen Juli!

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