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Anekdoten

Die besten Freunde Nivaldo und Ronilson

(erzählt von Jassica – Kindergarten Betreuerin) Nivaldo und Ronilson (beide 5 Jahre alt) sind die besten Freunde. Beide wohnen ganz in der Nähe des Bildungszentrums. Nivaldo holt Ronilson oft zu Hause ab und sie kommen gemeinsam in den Kindergarten Es ist schon vorgekommen, dass Nivaldo, als Ronilson krank war und nicht in den Kindergarten gekommen ist, er bei ihm zu Hause geblieben ist um, wie er gesagt hat, Ronilson zu helfen schneller gesund zu werden. Eines Morgens hat mich die Mutter von Ronilson angerufen und gemeint Ronilson könne nicht kommen, weil sie keine Jause für ihn hätte. Leider gibt es einige Mütter denen es peinlich ist die Kinder ohne Jause in den Kindergarten zu schicken. Als wir dann mit allen Kindern in unserer Morgenrunde gesessen sind, kamen plötzlich Ronilson und Nivaldo in der Tür und Nivaldo hat erklärt: „Heute teile ich meine Jause mit Ronilson.“  
Anekdoten

Isaquel und die Hautfarbe

((erzählt von Margarida – Kindergartenkoordinatorin)) Ich bin mit Isaquel (5 Jahre alt) zusammengesessen und wir haben uns über die Hautfarbe unterhalten. Wir haben uns geeinigt, dass ich hellbraune und er dunkelbraune Haut hat und ich nicht weiss bin. Kurz darauf hat er mir erklärt: „Deine Haut ist schon aufgewacht, meine ist noch mitten in der Nacht.“  
Anekdoten

Gisele und der böse Wolf

(erzählt von Margarida – Kindergartenkoordinatorin) Ich war im Kunstraum als Gisele (5 Jahre alt) sich zu mir gesetzt hat. „Hast du Angst vor dem Wolf?“, hat sie mich gefragt. „Manchmal. Und du?“ „Ich nicht”, war Giseles überzeugte Antwort, „wenn ich einen sehe, fange ich ihn und baue eine Mauer in seinem Bauch.“ „Oh Gisele, wenn das so ist, dann habe ich jetzt auch keine Angst mehr vor dem Wolf.“ Gisele hat mir weiterhin Mut zugesprochen: „Du musst die Angst vergessen, dann bist du stärker und der Wolf fängt dich nicht mehr.“  
Anekdoten

Elton und die Militärschule

(erzählt von Kutxinha – Betreuerin, Fussballtrainierin) Ich bin mit Elton (17 Jahre alt) zusammengesessen und er hat mir seine Geschichte erzählt: „Ich bin in Tarrafal in die Schule gegangen, bis meine Mutter emigriert ist. Da in unserem Haus sehr viele minderjährige Kinder gelebt haben, hat mich meine Mutter in die Militärschule geschickt. Wie sie meinte, weil dort alles umsonst sei und das Militär auf mich aufpassen würde. Mir hat es dort aber überhaupt nicht gefallen. Viel zu viele Strafen, manchmal sogar Kollektivstrafen für Dinge die ich gar nicht gemacht habe. Ich bin dann zurück zu meinen Geschwistern und habe beschlossen zu arbeiten. Allerdings habe ich nur auf dem Bau Arbeit gefunden und das war sehr anstrengend. Ausserdem habe ich überhaupt keine Zeit für andere Aktivitäten wie zum Beispiel Fussball spielen gehabt. Ich bin jeden Abend müde nach Hause gekommen. So habe ich jetzt beschlossen nächstes Jahr in die Schule zu gehen, auch wenn ich nicht durchkomme, oder irgendeine Ausbildung. Aber ich will auch Zeit für die Dinge die ich gern mache.
Anekdoten

Picapau, die Hausaufgaben und sein Pass

(erzählt von Kutxinha – Betreuerin, Fussballtrainierin) Picapau, 7 Jahre alt, ist wie jeden Tag in den Unterrichtsraum gekommen und hat angefangen seine Hausaufgaben zu machen. Nach kurzer Zeit hat er aufgehört und mir erklärt: „Von jetzt an mache ich meinen Hausaufgaben nur noch dann, wann ich will. Weil ich habe jetzt einen Pass und ich werde bald nach Portugal gehen. Mich kann jetzt niemand mehr ärgern.“  
Anekdoten

Ruan und seine Liebe zu den Pflanzen

(erzählt von Jassica – Kindergarten Betreuerin) Vor meinem Haus ist ein Baum gewachsen. Meine Tante wollte ihn dort nicht haben und wollten ihn daher ausreissen. Ruan (6 Jahre alt) der bei uns in den Kindergarten geht war gerade auf Besuch. Als die Tante ihrem Ärger über diesen Baum Ausdruck verliehen hat, hat ihr Ruan aus voller Überzeugung erklärt: „wenn du den Baum ausreisst ist der liebe Gott gar nicht froh darüber. Pilika (der Gärtner des Bildungszentrums) hat uns die Bedeutung von Pflanzen erklärt und wir giessen die Bäume im Zentrum jeden Tag.“